Was hat ein Mantel mit einer Gans gemeinsam?

Datum (08.November.2013), Cuisine

 

Wer stellt sich jetzt gerade eine Gans in einem Trenchcoat vor? Gebt es ehrlich zu!

 

Der Steirer

 

Eigentlich gar nichts. Und doch recht viel. Denn eine Person verbindet die beiden. Sein Name war Martin von Tours. Bescheiden, sympathisch und hochreligiös sollte er zum Bischof geweiht werden. So die Legende. Der arme Tropf mochte es einfach nicht, im Mittelpunkt zu stehen und was tat er? Er versteckte sich im Gänsestall. Die Geschichte kann auch anders erzählt werden: Während der gute Martin prädigte marschierte auf einmal eine Gänseschar in die Kirche hinein.

 

Es gibt viele Varianten, wie die Gans mit Martin in Verbindung gebracht wird, am wahrscheinlichsten ist aber, dass der 11. November, der Martinstag, im Lehenswesen der Tag war, an dem die Lehenspflicht fällig war, da war dann oft eine Gans dabei. Und schon ist der Martin für immer mit dem Federvieh verbunden. Da war ja noch was – der Mantel! Den kennen wir ja alle aus dem Kindergarten. Rund ums Laternenfest gibt es meistens auch immer ein kleines Theaterstück rund ums Teilen, wo Martin seinen Mantel mit einem armen Mann teilt. Wie nett von ihm. So ist der heilige Martin der Kaugummi, der Mantel und Gans zusammenhält. Und nicht der Burberry!

 

Geschenke Steirer

 

Das Gansl beim Steirer

Es ist Ganslzeit und das lässt sich der Steirer auf keinen Fall entgehen. Denn er liebt die Tradition und das gute Essen. Und da die beiden oft Hand in Hand durch die Gegend streifen hält er sie einfach in seinem Gasthaus mitten in Graz gefangen. Dort produzieren Tradition und Genuss dann gemeinsam ein Martinigansl, das sich gewaschen hat (oder eben nicht!). Und zwar mit Rotkraut und Knödel, wie es sich in Österreich eben gehört. Und wem dabei schon das Wasser im Mund zusammenrinnt, der sollte sich einen Tisch im Steirer reservieren, denn da gibt’s dann Geschmacksknospenrambazamba.

 

 

Steirische Tapas

Tapas kommen von „tapar“. Das ist Spanisch und bedeutet zudecken. Die Getränke in Spanien wurden nämlich früher mal mit einem Brot zugedeckt. Irgendwann wurde das Brot dann belegt, mit Käse oder Schinken. Und dann waren sie geboren, die Tapas, die es mittlerweile in allen Farben, Formen und Geschmacksrichtungen gibt.

Da der Steirer auf Tradition steht (das wissen wir ja schon), hat er sich diese einfach von den Iberern abgeschaut und serviert jetzt Brot am Glas. Nein – ganz so einfach geht es beim Steirer nicht zu. Der hat sich schon was überlegt, der Gute. Alle paar Wochen denkt er sich nämlich neue klassische steirische Gerichte im Miniformat aus, verfeinert sie und schreibt sie dann säuberlich auf die Speisekarte: Steirische Tapas eben.

 

 

Speichelproduktionsanleitung

Um eine gehörige Ladung Speichel zu produzieren, einfach die folgenden Gerichte lesen und auf der Zunge zergehen lassen:

  • Eingelegter Kürbis mit Paprikacreme
  • Pilztartar mit Petersiliengelee
  • Salonbeuschl mit Serviettenknödel
  • Roh mariniertes Rinderfilet mit Hartkäse
  • Gebratene Maishendlbrust mit Rotweinzwiebeln
  • Gebratene Lammmedaiillons auf Brunnenkressepüree
  • Gebackenes Zanderfilet mit Erdäpfelsalat
  • Rosmarin Panna-Cotta mit Himbeeren.

 

 

 

Na? Hat’s funktioniert?


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im Zimmer Nr. 99 des Wiesler. Es gibt viele traditionsreiche Hotels auf der Welt. Das Wiesler gibt es seit 1909. Aber Jahreszahlen sind uns egal. Was zählt ist, wie man die Zeit verbracht hat. Das ist unsere Philosophie mitten in Graz und auch hier in diesem Blog. Im Wiesler geht es um Leidenschaft. Um Einfachheit. Um Internationalität. Und um die Liebe zum Detail. Wir wünschen einen inspirierenden Aufenthalt.

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