Eine Fahrt ins Blaue...

Datum (07.Oktober.2013), Stadtleben

...endet in der Steiermark meistens mit einer Fahrt ins Grüne. Denn grün ist hier fast alles. Zum Beispiel Weinreben. Die gibt’s südlich von Graz nämlich in Hülle und Fülle. Sie tanzen das ganze Jahr, im Herbst zwar etwas schwerfällig, weil sie voller reifer Trauben sind, aber immerhin geben sie sich Mühe. Und das ist im Endeffekt das, was zählt.

 

 

Leibnitz ist ja sozusagen die Hauptstadt des steirischen Weins. Die Metropole des Südens. Dort kommt alles zusammen. Trotzdem spielt sich der Trubel rund um den Rebensaft ganz woanders ab. Zum Glück gibt es professionelle Touren, die die Menschen „Weinstraßen“ getauft haben. Diese können sich die Besucher auf die nicht vorhandenen Fahnen ihres Autos heften. Vorbei an Kürbisfeldern, Mischwäldern, goldenen Lichtungen und Streuobstwiesen folgt man den engen, kurvigen Straßen und weiß ganz genau, dass der Weg das Ziel ist.

 

Sturm und Maroni

Der eigentliche Grund für diesen Blogpost ist der Start der Sturm & Maroni Saison. Ja genau, stürmische Zeiten brechen an. Und das für Mensch & Darm. Warum die Kombination eigentlich gleichermaßen ob der Gärungsprozesse so gefährlich für den Verdauungstrackt des Genießers und trotzdem so allseits beliebt ist, weiß eigentlich keiner. Fest steht, dass sich echte Steirer alle Jahre wieder freuen, wenn der erste Sturm in den Buschenschänken ausgeschenkt wird. Herrlich frisch und süß ist der junge Saft der Traube. Mitten im Gären noch dazu. Na Servus! Dazu werden auf der Weinstraße bei verschiedenen Ständen Maroni oder Kastanien oder Kesten gereicht. Braune Delikatessen, die geschmeidig in schwarzen, runden Öfen angeröstet werden. Ein Gedicht. Wenn nicht gerade der Wurm drin ist. So, wie in Österreich immer, ist also auch in dieser Speise ein Wermutstropfen enthalten. Aber eben nur, wenn man nicht genau genug schaut.

 

 

Die zwei Maroni-Lager

Immer wieder kommt es zu Diskussionen zwischen Maroni-Essern. Wenn man so über die Südsteirische Weinstraße flaniert. Jeder mit einem Zeitungspapiersackerl voller warmer Maroni in der Hand. Da fällt der Blick des einen auf einmal auf die Hände der anderen. Und dann die obligatorische Frage: „Warum schälst du denn die Haut nicht ab“? Denn jeder, der schon einmal Maroni genossen hat, weiß: Es gibt nicht nur den relativ robusten Außenpanzer, sondern auch die dünne innere Haut, die in hellbraun auftritt. Man kann sie getrost mitessen, doch manche tun sich die schweißtreibende Arbeit an und schälen auch diese ab, bis die Maroni knackig nackig gelb vor ihnen erstrahlt. So gibt es zwei Lager: Diejenigen, die die Maroni nackt bevorzugen und diejenigen, die sie quasi mit Haut und Haar essen.

 

 

Bunt wie ein Malkasten

Die Südsteiermark kleidet sich im Herbst festlich. Alles hat einen goldenen Schimmer. Drum erfreut sie die Besucher besonders. Hautnah sind sie bei der Weinlese dabei und können dann von Buschenschank zu Gasthaus ziehen und sich durch die Leckereien (Brettljause, hallo?) kosten. Was den Wein anbelangt heißen die hiesigen Spezialitäten wie folgt: Blauer Zweigelt, Gelber Muskateller, Sauvignon Blanc, Sämling, Scheurebe, Marillon, Weißburgunder und Welschriesling. Wenn die Zeit in der Steiermark nicht reicht, auch die Südsteiermark zu bereisen, kann man sich durch diese Weine allerdings auch in unserem heißgeliebten Steirer kosten. 

 

 

PS: im Hotel Das Weitzer gibt es ein City Cruiser Package - die schönen Herbsttage noch genießen und mit dem coolen Marcedes Cabrio SL (80er Jahre) die Südsteiermark erkunden!


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im Zimmer Nr. 99 des Wiesler. Es gibt viele traditionsreiche Hotels auf der Welt. Das Wiesler gibt es seit 1909. Aber Jahreszahlen sind uns egal. Was zählt ist, wie man die Zeit verbracht hat. Das ist unsere Philosophie mitten in Graz und auch hier in diesem Blog. Im Wiesler geht es um Leidenschaft. Um Einfachheit. Um Internationalität. Und um die Liebe zum Detail. Wir wünschen einen inspirierenden Aufenthalt.

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