Zum Glück hat Graz das Kunsthaus

Datum (31.März.2014), Sehenswürdigkeiten Graz

Wer kann sich denn noch erinnern, wie das Kunsthaus vor dem Jahr der Kulturhauptstadt 2003 ausgesehen hat? Richtig: Unauffällig. Heute ist das Gebäude, das an und für sich eine sehr interessante Grundlage aus Gußeisen hat, endlich wieder das, was es einst sein sollte: Ein architektonisches Wahrzeichen der Stadt Graz. Nur, dass es nicht rein das Eisen ist, das es zu etwas Besonderem macht, sondern vor allem die Blase, die das Kunsthaus zu dem macht, was es heute ist.

 


Kunsthaus für Graz


Neben dem Museum im Palais, dem Landeszeughaus und vielen anderen Stützpunkten des Universalmuseums Joanneum ist das Kunsthaus ein Ort, in dem die Kunst den Platz findet, den sie verdient hat. Im Fall des Kunsthauses Graz ist das nationale und internationale Kunst seit den 1960er Jahren. Darunter fallen zum Beispiel Größen wie Ai Weiwei. Zeitgenössische Kunst steht also im Mittelpunkt der Ausstellungen im Kunsthaus.

 


Das „Friendly Alien“ names Kunsthaus


Ein Alien kam geflogen und setzte sich 2003, als Höhepunkt des Kulturhauptstadtjahres direkt ins Zentrum von Graz. Die biomorphe Architektur erinnert an Außerirdische und wurde deswegen von seinen Architekten Peter Cook und Colin Fournier zum „Friendly Alien“ ernannt. Bewusst ließen sie den grün-grau-blauen Riesen aus der barocken Dächerlandschaft der Grazer Innenstadt herausragen. Heute gehört das Kunsthaus Graz längst zum Anziehungspunkt von Kunst- und Kulturinteressierten und kaum ein Graz Besucher kommt um dieses markante Gebäude herum. Das Kunsthaus wurde so durch Ausstellungen und Veranstaltungen zum essentiellen Bestandteil der Identität der Stadt.

 


Museum mit spannender Fassade


Die Fassade des Kunsthauses wird „BIX“ genannt. Das ist eine Mischung aus Big + Pixel. Was heißt das? Die Fassade kann multimedial verwendet und immer wieder anders gestaltet werden. So kann sogar die Außenhaut des Gebäudes als Kommunikationsmedium benutzt werden. Also zeigt das an sich sehr antiquierte, da alte, Universalmuseum Joanneum, dass es doch am Puls der Zeit sitzt. Und wer es schon mal geschafft hat, auf einer österreichischen Briefmarke zu glänzen, der ist sowieso ein Star.

 


Statt Ausstellungen gab’s Kaffee


Die Geschichte vom Kunsthaus geht so: Ursprünglich gab es als Verbindung zwischen der „Murvorstadt“ und der Stadt Graz eine Holzbrücke, die mit Geschäften gesäumt war. Allerdings wurde diese Brücke und auch die darauffolgende Brücke im 19. Jahrhundert zerstört. Ihnen folgte eine Kettenbrücke, die den Murplatz mit der Murgasse verband. Um den großen Raum zu schließen, der am Murplatz, der heute der Südtirolerplatz ist, entstand, wurde von Josef Benedict Withalm ein Gusseisenskelettbau errichtet, der auch heute wieder Teil vom Kunsthaus ist. Dort drinnen befand sich anfangs das sehr populäre Café Meran, dann verfliel das Gebäude aber nach und nach und die markante Gusseisenkonstruktion wurde erst wieder freigelegt, als es 2003: "Hello Graz Kulturhauptstadt" hieß.
 


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