Der Mann hinter’m Speisesaal Herd: David Tax im Interview

Datum (08.März.2013), Stadtleben

Der Mann hinter’m Speisesaal Herd: David Tax im Interview

Understatement und eine heimliche Leidenschaft für Südafrika – der sympathische Chef vom Grazer Speisesaal liebt seinen Job, qualitativ hochwertige Zutaten und das neue Tomahawk Steak. Wir haben ihn an seinem freien Tag getroffen.

 

 

 

Wo hast du kochen gelernt?

Ich war auf einer Schule für Gastronomie und Tourismus in Tirol. Bin aber in der Steiermark aufgewachsen. Nach der Ausbildung ging’s dann gleich auf ein paar Stationen in den Alpen: Zillertal und Kitzbühel. Danach war ich im Sacher in Wien tätig.

 

Und wie bist du zum Speisesaal gekommen?

Die Frage müsste man eigentlich anders stellen, denn der Speisesaal ist quasi zu mir gekommen. Als ich im Hotel Wiesler als Küchenchef angefangen habe, gab es den Speisesaal noch gar nicht. Da haben wir uns noch an die Spielregeln der Haubenküche gehalten. Den Speisesaal gibt es jetzt seit 2010 und ich war von Anfang an dabei. Es war von Anfang an ein Gemeinschaftsprojekt und quasi als Gegenstück zum Steirer gedacht, der ja hauptsächlich traditionelle steirische Küche hat. Mit dem Speisesaal wollten wir etwas machen, was es in dieser Form in der Grazer Gastronomie noch nie gegeben hat: Wir setzten zum Beispiel Burger auf die Abendkarte. Da gab es dann erst mal einen Aufschrei. Aber bis jetzt fahren wir mit unseren Gerichten und den Interpretationen von internationalen Klassikern sehr gut. Denn unser Augenmerk liegt immer auf der Qualität.

 

Hast du eine persönliche Lieblingsspeise?

Eigentlich nicht. Beim Essen geht’s mir eher darum, einen gemütlichen Abend zu verbringen. Ich esse im Prinzip alles. Manchmal lustet’s mich eben nach einem Thai Curry und dann wieder nach einem Steak – je nach Tagesverfassung.

 

Wenn du dein Leben lang nur mehr typische Gerichte aus einem bestimmten Land essen könntest, welches wäre das?

Ganz klar: Südafrika! Aus der Kolonialzeit ist viel von den Holländern und Engländern übriggeblieben. Das wird heute komplett neu und in abgewandelter Form verwertet. Einfach spitze!

 

Verrate uns die drei Zutaten, ohne die du nie mehr kochen könntest!

Aus diesen drei mache ich eine einzige: Und zwar die Liebe. Es ist nämlich egal, was man macht, wenn man die Liebe dazu nicht hat, dann wird einfach nix draus.

 

Kochst du privat?

Leider lautet meine Antwort wie bei den meisten Köchen: Zu 99% Nein! Ich bin sowieso die meiste Zeit im Speisesaal, da gibt’s gar nicht so viel Gelegenheit, selbst zu kochen.

 

Welches Gericht kommt bei den Gästen am besten an?

Das hält sich die Waage: Burger und Steaks sind eindeutig am beliebtesten. Und dann natürlich immer noch die Wochenempfehlungen.

 

Welche anderen Restaurants schätzt du in der Steiermark?

Kommt immer drauf an, wie ich gerade drauf bin. Wenn ich zum Beispiel aus dem Theater oder der Oper komme ist es einfach das beste auf eine Eierspeis’ ins Theatercafé zu gehen. Das hat dann ein ganz eigenes Flair. Aber auch Gourmettempel machen immer wieder Spaß, nur kann man sie sich halt auf Dauer nicht leisten.

 

Zum Abschluss noch schnell: Rib Eye, US Beef Tenderloin oder Tomahawk?

Wenn Hunger vorhanden ist, dann in jedem Fall das Tomahawk!

 

 

 


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im Zimmer Nr. 99 des Wiesler. Es gibt viele traditionsreiche Hotels auf der Welt. Das Wiesler gibt es seit 1909. Aber Jahreszahlen sind uns egal. Was zählt ist, wie man die Zeit verbracht hat. Das ist unsere Philosophie mitten in Graz und auch hier in diesem Blog. Im Wiesler geht es um Leidenschaft. Um Einfachheit. Um Internationalität. Und um die Liebe zum Detail. Wir wünschen einen inspirierenden Aufenthalt.

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Fotocredit: Ulrike Marinschek
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