Die hohe Kunst des Geilseins

Datum (23.April.2014), Cuisine

Ganz ohne Aufwand, schaffen es Burger, unsere Gedanken zu lenken. Mit ihrem herzhaften Laibchen, dem samtigen Cheddar-Käse und dem reschen Bun tricksen sie uns aus und machen uns abhängig. Selbst jetzt läuft der Autorin dieses Blogartikels das Wasser im Mund zusammen. Nur, wenn sie daran denkt, wie der letzte Speisesaalburger den Weg zur Einverleibung gefunden hat. Vielleicht geht es dir ja nicht unähnlich?

 

  

Die besten Burger

Stehts sind wir auf der Suche nach den besten Burgern der Stadt, des Landes oder gar der Welt. Dabei versuchen wir auch das Geheimnis rund um die Zutaten zu lüften, die einen Burger, der doch eigentilch einfacher nicht sein könnte, zu etwas ganz Besonderem macht. Wie würzt man das Fleisch? Soll man das Laibchen pressen oder doch lieber per Hand in gute Form bringen? Wie lange küsst ihn die Flamme? Soll das Brot getoasted sein, oder doch eher federweich? Ein bisschen Zwieberl? Paradeiser? Salatblatt oder doch Rucola? Diese Entscheidungen sind die Pfeiler, auf denen ein guter Burger gebaut wird.

 

Fotocredit (C) Ron Dollete

 

Wo kommt der Burger her?

Der Vorname vom Burger heißt „Ham“. Zusammen heißt das dann Hamburger. Das ist kein so großer Zufall wie bei Monika Mundhaar, sondern eher auf den Stadtnamen „Hamburg“ zurückzuführen. Dass „Ham“ auf englisch die Bezeichnung für Schinken ist, hat wahrscheinlich nicht wirklich was mit einem Hamburger zu tun – vor allem, weil der ja in den meisten Fällen aus Rindsfleisch besteht. Einerseits sagt man sich, dass es in Hamburg eine Speise namens „Rundstück warm“ gegeben hat, die dann neben Braten auch mit Frikadellen (so werden die faschierten Laibchen in Norddeutschland genannt, das hat nix mit Fisch zu tun, die Autorin hat dies bereits am eigenen Gaumen erfahren!), dann ist dieses Ungetüm gemeinsam mit den deutschen Auswanderern nach Amerika gekommen. Eine andere Variante wäre, dass der Hamburger aus dem „Hamburger Steak“ entstanden ist, das zum Beispiel in einem amerikanischen Kochbuch aus dem Jahr 1842 erwähnt wird. Dann wäre da noch die Option darauf, dass das Rindlfleisch früher aus Europa importiert wurde und um es „besonders“ zu machen, wurde das mithilfe von Stangeneis gekühlte Fleisch dann als Luxusgut vom Hamburger Hafen verschifft. Last but not least behaupten die New Yorker ja, dass sie ein „gift to the world“ gemacht haben, indem ein die Mendes Brothers in der nähe von Buffalo in einem Ort namens Hamburg einen Imbissstand betrieben, wo der Schweinebraten ausging und kurzerhand mit Rindfleisch ersetzt wurde.

 

 
Wir lieben Burger trotzdem!

Auch wenn wir nicht wissen, warum der Hamburger so heißt lieben wir seine Geilheit. Die Wortwahl sei uns in Anbetracht der Tatsache, dass wir über die fettige Geschmeidigkeit eines Burgers reden, doch hoffentlich gestattet. Steakhouse, Pulled Pork, Quarterpounder, Crispy Chicken und wie sie alle heißen: Ein Leben ohne euch wäre nur halb so schön. Doch wie macht man seinen Burger selbst?

 

Fotocredit (C) Valters Krontals

 
Gut Burger grillen

Die Kunst es nun natürlich, nicht in den Speisesaal zu gehen, und sich dort von professionellen Burgern verwöhnen zu lassen (das kann man bitte gerne auch tun..., aber hier geht’s nunmal ums Selbermachen), sondern um als Hobbygriller bei Family & Friends zu bestehen. Hierzu ein paar Tipps:


• Griller keinesfalls zu heiß einschalten, wenn die Kohle außen schon von Asche überzogen ist, dann ist die Hitze für den Burger genau richtig.


• Das Fleisch erst kurz vorm Braten würzen, sonst entzieht das Salz den ganzen Saft.


• Für den zusätzlichen Kick kann man das Fleisch auch noch mit Worcestershiresauce, Chilisauce oder klein geriebenen Zwiebeln würzen.


• Gutes Fleisch einkaufen, am besten beim Fleischer des Vertrauens


• Fleisch keinesfalls „misshandeln“, der Fleischsaft ist das Um und Auf und muss unbedingt drin bleiben, sonst ist der Geschmack futsch.
 


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