Wer liest ist ja so on-line

Datum (11.August.2013), Out of Graz

 

Lest ihr Online-Magazine? Beziehungsweise könnt ihr überhaupt unterscheiden, wann eigentlich ein Blog aufhört und ein Online-Magazin beginnt? Manche Leute sagen übrigens auch E-zine dazu – aber vielleicht ist das einfach so wie mit Neuburger und dem Leberkäse? 

Ein bisschen können wir ja aushelfen: Blog kommt ja von Logbuch und ist daher eher etwas, was einspurig ist. Das heißt: Ein Blogbeitrag reiht sich an den anderen und irgendwann ergeben sie ein leckeres Geschnetzeltes, das sich nach ausgiebiger Lektüre einem Themenbereich unterordnen lässt.

Ein Online-Magazin geht da allerdings viel weiter und hat eine richtige Rige aus Journalisten und Textern angestellt und zumeist einen Chefredakteur oder gar Textchef – so richtig wie bei einem echten Magazin halt, nur dass die Druckerei zum Schluss nicht eingeschalten wird, sondern viel eher entweder einmal auf „als PDF auswerfen“ oder „veröffentlichen“ geklickt wird, je nachdem, ob man das schmucke Ding später mal im virtuellen Zeitungskiosk erstehen kann oder ob es „nur“ auf einer gut aufbereiteten Seite prangt.

 

  

Was lesen im Magazin-Dschungel?

Wir haben uns für euch ein bisschen umgesehen, was denn so angesagt ist. Online Magazine im deutschsprachigen Raum gibt es ja wie Krater am Mond. Doch welche sind die, die man gelesen haben muss?

 
I-ref magazin

Das I-Ref Magazin kommt aus Berlin, dem heißesten Ort in Europa, wenn es um Trends und junge Kultur geht. Das ist der richtige Nährboden um die Welt auf Trab zu halten und über „contemporary culture“ aufzuklären. Die Kernthemen sind Reisen, Kunst, Design, Musik, Film und Mode. Kurz: Die schönen Dinge des Lebens.

 

Stadtbekannt

Vor allem bei Wienern längst in den Alltag übergegangen, sind die Artikel, Tipps und Tricks, die allesamt mit Everybody’s Darling Vienna zu tun haben. Der Name Stadtbekannt ist also Programm. Wo kann man in der österreichischen Metropole gut frühstücken? Wer ist eigentlich grad wo zum Feiern? Wo liebt es sich in Wien denn am besten? Auch für Nicht-Wiener empfehlenswert, da man sich Tipps für die nächste Reise oder den Wien-Trip holen kann.

 

Splitpersonality

Auch aus Wien, aber ganz etwas Anderes sind die Jungs von Splitpersonality. Genauso jung und frisch wie Claus und Julian. Da geht es um Party, Musik und außergewöhnliche Fotos, gehüllt in prickelndes Design mit bunten Vierecken garniert. Ob Splitpersonality jetzt einfach ein verdammt gut gemachter Blog ist, oder bereits ein Online-Magazin, darüber lässt sich streiten. Allerdings sollte man die Zeit anders nutzen und sich einfach in die Artikel auf der Seite vertiefen. Sie sind es wert!

 

 

Sister-Mag

Dass nicht nur die Jungs von heute was auf die Reihe kriegen, sondern auch die Mädels, beweist dieses schön gemacht Magazin, dass mit Printmagazinen locker mithalten kann. Das Design ist verspielt und eine wahre Freude ­– und das nicht nur für wimperngetuschte Augen. Das Magazin für die digitale Dame strotzt vor Charme und ist einfach ein Lichtstrahl in der Frauenmagazinwelt.

 

Blackpaper

Im Hintergrund erstrahlt die Skyline von New York und irgendwie kommt man sich ganz kosmopolit vor, wenn man sich durch das Blackpaper klickt. Das Magazin kommt aus der Schweiz und blickt von der kleinen, europäischen Enklave in die weite Welt. Schön aufgemachter Journalismus mit Augenmerk auf das Schöne.

 

Paroli-Magazin

Unabhängig von der allgemeinen Meinung und vor allem von politischen Parteien macht das Paroli-Magazin eine gute Arbeit. Worauf man allerdings bei der Lektüre achtgeben sollte: Es passiert leider viel zu schnell, dass man von einem Artikel zum nächsten klickt und den schönen Tag draußen komplett vergisst. Sicherlich eines der Top-Designs unter den deutschsprachigen Online-Magazinen.

 


art magazine

Kunst hat keinen Platz? Blödsinn! Das Art Magazin gibt der schönsten Sache der Welt (neben Schokolade und Eis) ihren wohlverdienten Platz. Wer also was die Kunst von heute anbelangt auf Zack sein will, der ist beim Art Magazin gut aufgehoben.


Tante Jolesch

Das Magazin gegen Dummheit und Depression beweist sowohl in seinem Nachsatz als auch in seinem etwas unmodernen Design Humor. Die Tante Jolesch ist an und für sich ein Charakter des Schriftstellers Friedrich Torberg und wurde für dieses Online-Magazin kurzerhand entlehnt. Was Thomas Lukscheider hier schreibt ist äußerst politisch und regt zum Nachdenken an.

 


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im Zimmer Nr. 99 des Wiesler. Es gibt viele traditionsreiche Hotels auf der Welt. Das Wiesler gibt es seit 1909. Aber Jahreszahlen sind uns egal. Was zählt ist, wie man die Zeit verbracht hat. Das ist unsere Philosophie mitten in Graz und auch hier in diesem Blog. Im Wiesler geht es um Leidenschaft. Um Einfachheit. Um Internationalität. Und um die Liebe zum Detail. Wir wünschen einen inspirierenden Aufenthalt.

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