Datum (01.Juni.2011), Kulinarik

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass sich die DJs im Grazer Speisesaal (also known as In-Lokal diesseits der Mur) gerne mit dem einen oder anderen Bierchen zu musikalischen Kaprizen hinreißen lassen. Ebenfalls ist es schon aus dem Sack, dass es in der gleichen Lokalität das beste aber teuerste Kebap der Stadt gibt – und das mit etwa 10 Euro Abstand – warum das so ist, ist simpler nicht zu erklären:
...das hochmotivierte Team des Speisesaals mit rauchenden Köpfen, träumend von den unterschiedlichsten Stühlen, einer Wandmalerei, die gewaltig was kann und vor allem einer Gaumenreise um die Welt. Die Speisekarte sollten ausgesuchte Lieblingsgerichte aus allen sieben Weltmeeren enthalten, die dann auf außergewöhnlich neue Art und Weise aber doch authentisch interpretiert werden (Das Kebab im Speisesaal ist ja kein Kebab im 5-Uhr-früh-schnell-Mal-noch-ein-Betthupferl-zu-sich-nehmen-Stil, sondern fast schon ein Geschenk des Himmels mit seinem Baukasten voller Geschmäcker). Da würde dann die flotte Currywurst gern Mal auf ein kroatisches Cevapcici treffen und sich dann später mit einem heißen Schokoküchlein paaren das wiederum mit türkischem Kaffee anbandelt.

Zum Glück aller Grazer und Gäste dieser schönen Stadt wurde aus diesen ehemals geschmiedeten Plänen der Speisesaal. Ein Lokal, eingebettet in den Schoß des Wieslers, in den Himmel gehoben mit dem Pinselstrich von Josef Wurm und geerdet mit dem Duft des Holzkohlegrills wurde es zur Realität der Stadt und zum Pilgerort von Menschen, die ihren Tag mit internationaler Würze und kosmopolitem Abgang auf der Zunge beenden wollen.
